Veröffentlicht am: 28. Mai 2026

Impuls Hamm > Bereiche > Innovation > Terra Technology setzt Zeichen für die lokale Energiewende

Mit einem offiziellen Startschuss hat die Terra Technology KG in Hamm gestern den Betrieb ihrer neuen Wasserstoffanlage eröffnet. Oberbürgermeister Marc Herter drückte symbolisch den Startknopf und unterstrich damit die Bedeutung des Projekts für die Stadt Hamm und die regionale Energiewende. Ebenfalls vor Ort war IMPULS-Geschäftsführer Pascal Ledune – ein Zeichen der Unterstützung seitens der Hammer Wirtschaftsagentur für lokale Innovationsprojekte.

„Projekte wie dieses zeigen, dass die Energiewende in Hamm nicht abstrakt bleibt, sondern ganz praktisch bei Unternehmen, Immobilien und Menschen vor Ort ankommt“, sagt Marc Herter, Oberbürgermeister der Stadt Hamm. „Die Verbindung von Photovoltaik, Wasserstoffspeicherung, Elektromobilität und Wärmenutzung macht deutlich, welches Potenzial in innovativen, dezentralen Energiesystemen steckt.“
Hinter dem Projekt stehen Wolfgang Weber und sein Schwiegersohn Franz-Josef Weber. Das Familienunternehmen hat in den vergangenen Jahren konsequent auf erneuerbare Energien gesetzt und zeigt nun, wie die grüne Transformation im Mittelstand ganz konkret gelingen kann.

Das System im Überblick

Die Anlage basiert auf einer eigenen Photovoltaikanlage auf dem Dach des Unternehmens, die den Strom für die Wasserstoffproduktion direkt vor Ort erzeugt. Ein Batteriespeicher puffert die Energie, bevor die Elektrolyseure von H2 Core Systems den Wasserstoff produzieren. Der erzeugte Wasserstoff wird vor Ort gespeichert und über eine Brennstoffzelle rückverstromt. Eine Erweiterung der PV-Anlage ist bereits in Planung.

Besonders bemerkenswert ist dabei der integrative Ansatz des Projekts: Die Anlage verbindet Photovoltaik, Batteriespeicherung, Wasserstoffproduktion, Brennstoffzellentechnologie und Wärmenutzung zu einem intelligenten Gesamtsystem.

Das Projekt zeigt damit beispielhaft, wie bestehende Energiestrukturen im Mittelstand nachhaltig weiterentwickelt werden können – nicht als theoretisches Zukunftsmodell, sondern als bereits funktionierende Lösung vor Ort.

In den kommenden Wochen wird die Wasserstoffallianz Westfalen Wolfgang Weber zum Gespräch treffen – um mehr über die Technik, die Vision und die nächsten Schritte hinter diesem Projekt zu erfahren.