IMPULS.DIGI 01/2026

Das Onlinemagazin

Die nächste Generation – Nachfolge & Neuanfang.

LOSLASSEN UND ­ZUPACKEN

Wie Familienunternehmen den Weg in die Zukunft bereiten 

Als treue Lesende meines Vorworts wissen Sie, dass ich ein großer Fan von Familienunternehmen bin: weil ihnen nicht egal ist, was in Hamm passiert, weil sie sich sehr mit ihrem Wirtschaftsstandort verbunden fühlen und noch mehr mit ihren Mitarbeitenden, die sie oftmals als Teil der Familie definieren. Familienunternehmen sind dies oft in x-ter Generation. Tradition wird vererbt und Kontinuität im Unternehmen etabliert. Kritisch wird es aber irgendwann, wenn der Übergang zur nächsten Generation ansteht. Gibt es in der Familie jemanden, der nachfolgen und es sich auch vorstellen kann, in die Fußstapfen zu treten? Kann die Vorgängergeneration auch wirklich loslassen? Letzteres hat meine Kollegin Ursula Pfennig nach ihrem Besuch bei der Waffelfabrik Jaspert so wunderbar niedergeschrieben. Der Seniorchef hat derzeit freitags frei, bald auch donnerstags und entwöhnt sich so langsam vom Chefsein. Tochter Sinah übernimmt Zug um Zug mehr Verantwortung. Bei Hesse Lignal ist der Übergang schon vollzogen. Hanna Hesse hat das Ruder übernommen und führt das Unternehmen in die Zukunft.

Und was ist, wenn es keinen Nachfolger oder keine Nachfolgerin gibt? Da gibt es einiges zu beachten. Benedikt Stentrup, selbst „Nachfolger“ und Geschäftsführer bei Dommel in Hamm, hat dieses Thema gepackt. Über seine Erfahrungen im Übergang und die vielen Facetten, Fallstricke und Hürden, aber natürlich auch Chancen schreibt er gerade ein Buch. Herausgekommen ist ein Werk, das wie ein Fahrplan, gewürzt mit viel Praxisbezug und theoretischem Background, daherkommt. 

Gut möglich, dass dieses Buch bald bei vielen Familienunternehmen im Bücherschrank steht.

Um neuen Führungskräften am Standort Hamm einen guten und sanften Einstieg zu ermöglichen, bieten wir neuerdings zweimal im Jahr eine Willkommenstour durch Hamm an. Dafür mieten wir einen Bus und fahren durch die Stadt, zeigen spannende Entwicklungsprojekte, und auch eine Stippvisite an einem der Wasserschlösser gehört dazu. So lernt man an einem Nachmittag Hamm kennen und hat die Chance, sich mit anderen zu vernetzen. Sie als Unternehmen in Hamm sind eingeladen, dieses Angebot gerne auch in ihr Onboarding mit aufzunehmen und in den Stellenanzeigen damit zu werben. Das Ziel ist klar. Wer gut ankommt, sich schnell vernetzt, Hamm schätzen lernt, der bleibt auch gerne. Für die Tour am 22.9. kann man sich noch anmelden!

Ihr


Pascal Ledune

IMPULS Magazin 01/2026: Sinah Jaspert übernimmt die Geschäftsführung der Fritz Jaspert KG.
IMPULS Magazin 01/2026: Jaspert produziert beste Eiswaffeln seit 4 Generationen.

Beste Eiswaffeln. Seit vier Generationen.

„Ich habe mich für die Familie entschieden“, sagt Sinah Jaspert. Und meint damit nicht ihren Vater, der ihr gegenübersitzt. Sondern die fast 100 Menschen, die hier in Hamm Eiswaffeln backen, verpacken, ausliefern – manche schon in zweiter oder dritter Generation. 2022 ist sie in die Geschäftsführung der Fritz Jaspert KG eingestiegen, führt sie seitdem gemeinsam mit ihrem Vater Ulf Jaspert. Für beide ist die Waffelfabrik mehr als ein Geschäft. Es ist eine Herzensangelegenheit. 

Süß und knusprig für Italien

Wer in Italien ein Eis im Hörnchen bestellt, erhält mit einiger Wahrscheinlichkeit eine Spezialität aus Hamm: eine Frija-Waffel. Die Eiswaffeln werden in einem unscheinbaren Gebäude im Hammer Süden in drei Schichten rund um die Uhr produziert. Die für Italien sind etwas spitzer, für Frankreich etwas breiter – aber immer schön knusprig und mit genau der richtigen buttrig schimmernden Bräune. „Wir können auch bunte Waffeln herstellen. Aber die mag ich nicht“, sagt Ulf Jaspert. Industriewaffeln wurden weitgehend aus dem Sortiment gestrichen, als der Preisdruck in dem Segment zu groß wurde. Stattdessen setzte Jaspert ganz auf Waffeln, die über den Fachgroßhandel an Eisdielen vertrieben werden. Mit diesem Konzept wurde er zu einem der europäischen Marktführer. Der Anspruch ist klar: „Wir machen die besten Waffeln.“ Da sind sich Ulf und Sinah Jaspert voll und ganz einig. In anderen Punkten nicht immer.

Von Hamm in die Welt

Der Urgroßvater von Sinah, Fritz Jaspert, war ein Welveraner Bauernsohn, der von der großen weiten Welt träumte. Er schaffte es in die USA und brachte eine faszinierende Innovation mit zurück nach Hamm: Eishörnchen. 1913 gründete er die Waffelbäckerei, lieferte die ersten Hörnchen mit dem Fahrrad aus. Bald folgten die ersten LKW, immer mehr Angestellte. Doch noch 1978, als Ulf Jaspert den Betrieb in dritter Generation übernahm, meinte sein Vater Wolfgang Jaspert: „Nach Berlin brauchen wir nicht zu liefern, ist viel zu weit.“

Ulf Jaspert sah das anders. Erster Auslandsmarkt: die Niederlande, direkt vor der Haustür, näher als Bayern. Dann Frankreich, die Schweiz, Italien. Heute wird etwa die Hälfte des Umsatzes im europäischen Ausland erwirtschaftet. Eine Tochtergesellschaft in der Nähe von Ferrara übernimmt seit 2020 den Vertrieb in Italien. Sie entstand, weil der dortige Importeur das Unternehmen aus Gesundheitsgründen aufgab und der Markt sonst verloren gegangen wäre. In Japan hat es Jaspert auch einmal versucht, aber wieder aufgegeben: Die Transportkosten waren zu hoch, die Logistik zu kompliziert. 

„Die Sinah“

Sinah Jaspert kennt den Betrieb seit Kindheitstagen. Sie hat hier gespielt, in den Semesterferien an den Maschinen gearbeitet, immer nur als „die Sinah“. „Viele wussten gar nicht, dass ich eine Jaspert bin, und waren ganz überrascht, als ich plötzlich Chefin war“, erzählt sie. „Die Sinah“ ist sie allerdings geblieben. Denn in der Führungs­position hat sie das Du eingeführt. Nicht als Anordnung, sondern als Angebot. Alle ­nennen sie weiterhin beim Vornamen. Wenn auch in einer neuen Rolle.

Ihre Entscheidung für die Übernahme des Betriebs fiel spät und war nicht selbstverständlich. Sinahs großes Interesse galt der Psychologie. Letztlich hat sie es von der Abiturnote abhängig gemacht. Ein Einser: Psychologie, ohne Wartesemester. Ein Zweier: Wirtschaft, in den Betrieb. Es wurde eine 2,0. War Ulf Jaspert damit der erste Vater, der sich über ein schlechteres Abitur gefreut hat? 

„Nein“, sagt Ulf Jaspert ernst. „Es war allein ihre Entscheidung. Ein Nachfolger muss das wirklich wollen – und auch dafür geeignet sein. Wenn Sinah sich anders entschieden hätte, hätte ich verkauft.“

Sinah Jaspert studierte International Business Studies und schrieb ihre Abschlussarbeit am Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie, Thema Jobcrafting. Dieses Wissen bringt sie auch in den Betrieb ein. „Das Thema Personal wird immer wichtiger. Motivation und Mitarbeiterbindung sind entscheidende Erfolgsfaktoren“, sagt sie.

Ihr Vater kommt aus einer anderen Schule. Mit jahrzehntelanger Erfahrung und großem Renommee in einer kleinen Branche, einem Gespür für jeden Kunden und auch für Preisspannen. Sinah Jaspert sieht das als Ergänzung: „Auf der einen Seite Erfahrung, auf der anderen neue Ideen. Manchmal sind wir unterschiedlicher Meinung. Wir können beide stur sein.“ Und einigen sich dann doch.

Improvisation und Geschäftssinn

Externe Beratung? Haben sie nicht genutzt. Einen definierten Übergabeplan? „Unser Generationsübergabeplan ist quasi chaotisch“, sagt Sinah Jaspert und lacht. Ihr Vater nickt. Das Unternehmen improvisiert jeden Tag: wetterabhängig, saisonabhängig, abhängig von Sonderwünschen der Eisdielen. So läuft auch die Nachfolge. Doch unter der sympathisch spontanen Oberfläche verbirgt sich ein ausgeprägter Geschäftssinn. Und das Bewusstsein, dass es am Ende des Tages darum geht, Gewinne zu erzielen. Bei beiden.

Die Anteilsstruktur wurde 2022 neu geregelt. Ulf Jaspert war damals 68 Jahre alt, Sinah 27. Dirk Jaspert, Ulfs Bruder, schied aus der Geschäftsführung aus und verkaufte seine Anteile an Sinah. Die Mehrheit liegt nun bei ihr. „Deswegen muss ich hier immer ganz artig sein“, sagt Ulf Jaspert. Ist er artig? Sinah Jaspert: „Nie!“

Als Beispiel führt Sinah die Freitagsregel an. Freitags ist sein freier Tag. Das hat sie durchgesetzt. So übt er das Loslassen, sie die Übernahme von Verantwortung. „Mir ist es wichtig, langsam zu wachsen“, sagt sie. „Entscheidungen zu fällen, ohne mal eben über den Schreibtisch hinweg nachzufragen.“ Manchmal versucht er, zu verhandeln: Er war doch Montag schon nicht da, also müsste Freitag eigentlich okay sein. Sie bleibt hart.

Der erste Generalprobe haben die beiden im vergangenen Sommer bestanden. Ulf Jaspert machte eine Kreuzfahrt, Hamburg bis Nordkap, 13 Tage. „So lange war ich noch nie weg.“ Und das mitten in der Saison, zeitweise ohne Handy-Empfang. Es habe hervorragend geklappt, bestätigte die Führungsriege hinterher. Ulf Jaspert ist stolz darauf. Mittlerweile überlässt er Sinah auch gerne Besuche bei Stammkunden im Ausland. 

Könnten hier in Zukunft Roboter übernehmen? Sinah Jaspert: „Kommt nicht in Frage!“ Nicht wegen der Kosten, sondern wegen der Qualität. „Menschliche Hände können so weich und vorsichtig sein. Das kann keine Maschine ersetzen.“ Und: Sie will es nicht.

IMPULS Magazin 01/2026: Sinah und Ulf Jaspert (l.) haben ein Händchen für Hörnchen.
IMPULS Magazin 01/2026: Jaspert produziert beste Eiswaffeln seit 4 Generationen.

Fotogalerie: © Heinz Feußner

IMPULS Magazin 01/2026: Jaspert produziert beste Eiswaffeln seit 4 Generationen.

Etwa 80 Prozent der Belegschaft sind Frauen. Alle sozialversicherungspflichtig beschäftigt, fast alle in Vollzeit. Die wenigen Teilzeitkräfte können Ulf und Sinah Jaspert namentlich aufzählen. Mittlerweile wenden sich die Mitarbeiter:innen mit Problemen und Anliegen meist an Sinah Jaspert, nicht mehr an den Vater. Ein stiller, aber deutlicher Beweis, dass die Übergabe nicht nur auf dem Papier stattfindet.

Vor Kurzem schaffte Sinah für die Belegschaft eine professionelle Eismaschine an. An besonders heißen Tagen gibt es in der Pause Eis in eigenen Waffeln, draußen in der Sonne. Ein Kunde in Süddeutschland hatte sie auf die Idee gebracht. „Darauf wäre ich gar nicht gekommen“, sagt Ulf Jaspert.

Zukunftspläne

Sinah Jasperts Ziel für die nächsten Jahre ist konkret: ganzjährige Beschäftigung. Saisonkräfte, die seit Jahren im Frühjahr zurückkommen, sollen irgendwann nicht mehr nach Hause geschickt werden müssen. Dafür bräuchte es ein Winterprodukt. Ideal wäre etwas, das über die bestehenden Großhändler läuft, vielleicht aus dem Bäckereibedarf.

Der Standort ist gesetzt. Mitten in der Stadt, gut erreichbar mit dem Bus – für eine Belegschaft, die größtenteils kein Auto zur Verfügung hat, ist das ein entscheidender Faktor. Eine Erweiterung wäre schön, ist aber kompliziert. Der Großvater hätte das Nachbargrundstück kaufen können. Er hat es gelassen, zu risikoreich. „Im Nachhinein weiß man es immer besser“, sagt Ulf Jaspert.

Und wann wird es so weit sein, dass Ulf ­Jaspert den Betrieb ­endgültig verlässt? ­Sinah Jaspert antwortet an ­seiner Stelle: „Wenn ich die Schlösser austausche.“ Und dann: Donnerstag soll sein nächster freier Tag werden. Demnächst.

Nachfolge auf ­Westfälisch

Bei Hesse Lignal übernimmt mit Hanna Hesse die vierte Generation

IMPULS Magazin 01/2026: Hans Hesse übergibt das Unternehmen Hesse Lignal nach 35 Jahren an seine Tochter Hanna.

Hesse Lignal ist in Hamm nicht irgendein Unternehmen. Es ist ein Global Player mit Standorten in Frankreich, Belgien, Dubai und den USA. Dazu Joint Ventures in Indien und China. Insgesamt beschäftigt der Spezialist für Lacke, Öle und Beizen rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bedeutet: jede Menge Verantwortung. Trotzdem läuft ein Führungswechsel im Familienunternehmen Hesse Lignal westfälisch unaufgeregt ab. Hans Hesse hat das Unternehmen nach 35 Jahren in der Geschäftsführung verlassen – und die Aufgaben zu Jahresbeginn an seine Tochter Hanna (38) weitergegeben.

Die dritte Generation des Familienunternehmens geht in den verdienten Ruhestand. Die vierte Generation hat übernommen. Fast könnte man den Eindruck bekommen: nichts Besonderes! Stimmt aber nicht. Zumal der Generationswechsel bei Hesse in vielerlei Hinsicht vorbildlich verlaufen ist. Als Ergebnis von langfristiger Planung und guter Vorbereitung. Beispielsweise wurde der Übergangsprozess extern begleitet. Die Gespräche zwischen Vater und Tochter von Dritten moderiert: „Das war extrem hilfreich“, sagt die junge Chefin. „Wir haben unsere jeweiligen Wünsche und Erwartungen klar formuliert und miteinander abgeglichen.“ Hanna Hesse führt das Unternehmen in einer Doppelspitze. Zusammen mit ihrem Groß-cousin Jens, der bereits seit 25 Jahren Teil der Geschäftsführung ist. Und auch der sagt: „Mein Vater konnte damals sehr gut loslassen. Ruhestand war für ihn Ruhestand. Er hat mich machen lassen und ist nicht mehr häufig ins Unternehmen gekommen. Bei Hans ist das jetzt nicht anders. Mich überrascht es nicht, dass ihm der Abstand so gut gelingt.“  

Etliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen Hanna Hesse seit ihrer Kindheit. Haben sie mit aufwachsen sehen. Deswegen gehörte die neue Chefin immer schon zur großen Unternehmensfamilie. Dabei war für Hanna Hesse längst nicht klar, dass sie in die Fußstapfen ihres Vaters treten würde. Nach dem Abitur machte sie eine Ausbildung. Weit weg von Industrie, von Lacken, von Unternehmensführung. Mit 25 Jahren stieg sie dann doch in das Familienunternehmen ein. 

Durch die Mitarbeit in unterschiedlichen Abteilungen lernte sie alle Bereiche kennen. Aber Geschäftsführung? Das wurde erst vor wenigen Jahren ein Thema. Dabei wusste Hanna Hesse – selbst Mutter zweier Kinder– ziemlich genau, was auf sie zukommt. Was es bedeutet, ein Unternehmen (mit) zu führen. Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tragen. „Das habe ich von klein auf zu Hause mitbekommen. Familienunternehmen ticken anders als andere Unternehmen: Da ist klar, dass man sich umeinander kümmert – und dass man auch schwere Zeiten gemeinsam durchsteht.“

Was macht ein Familienunternehmen Hesse so besonders? „Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.“ – Diesen Grundsatz hat Hanna Hesse schon zu einer Zeit formuliert, als die weiteren Schritte noch nicht abzusehen waren. Aber sie würde diesen Satz jederzeit wieder so sagen. Auch weil sie ihn täglich aus tiefer Überzeugung lebt. Nun als Chefin. 

IMPULS Magazin 01/2026: Bei Hesse Lignal übernimmt mit Hanna Hesse die vierte Generation.
Alternative image in circle

Fotogalerie: © René Golz

Schnell mit KI – Schnell im IZH – PBMvisuals

IMPULS Magazin 01/2026: Schnelligkeit ist für die Hammer Werbeagentur PBMvisuals in der Marker Allee ein wesentlicher Faktor.

Schnelligkeit ist für die Hammer Werbeagentur PBMvisuals in der Marker Allee ein wesentlicher Faktor: „Deshalb mussten wir nicht lange suchen, um den perfekten Standort für unser Tochterunternehmen zu finden“, sagt Mitgeschäftsführer Lukas Flockert. Das Innovationszentrum Hamm liegt nur wenige hundert Meter entfernt. „Für uns bedeutet das extrem kurze Abstimmungswege, den Austausch mit einer tollen Community und flexible Möglichkeiten zum weiteren Wachsen!“

Künstliche Intelligenz verändert schon heute ganze Branchen und wird besonders die Berufs- und Arbeitswelt nachhaltig prägen. Deshalb erweiterte PBMvisuals sein Portfolio gezielt um ein neues Tochterunternehmen, die PBMsoftware GmbH. „Die nächsten Jahre werden für uns entscheidend“, sagt Lukas Flockert. PBMsoftware entwickelt innovative KI-Lösungen, die Unternehmen effizienter, sicherer und unabhängiger machen. Einen entscheidenden Anteil daran hat Finn Lube, der das Potenzial früh erkannt hat und nun Mitgesellschafter des jungen Unternehmens ist: „Er hat sich fast genauso schnell entwickelt wie die KI“, sagt Lukas Flockert mit einem Lachen.

Zwei neue Produkte stehen bereits in den Startlöchern. Mit großer Begeisterung stellt Lukas Flockert eine App vor, die sich problemlos in Unternehmensstrukturen integrieren lässt und höchste Datensicherheit gewährleistet: eine zentrale Plattform, die interne Prozesse wie Mitarbeiterkommunikation, Ressourcenverwaltung, Urlaubsorganisation und viele weitere Arbeitsabläufe digital bündelt und übersichtlich gestaltet.

IMPULS Magazin 01/2026: Wir haben noch Platz im Innovationszentrum: Büros, Co-Working, Technikum und Seminarräume.

Innovationszentrum Hamm

Wir haben noch Platz! Büros, Co-Working, Technikum, Seminarräume www.iz-hamm.de Ansprechpartnerin für Vermietung und Veranstaltungen: Monica Niclowitz, Tel. 02381 / 688 101, mn@hamtec.de

Beim zweiten Produkt handelt es sich um ein maßgeschneidertes KI-System, das direkt beim Kunden auf eigenen Serverstrukturen eingerichtet werden kann, unabhängig von externen Anbietern, datenschutzkonform und mit maximaler Kontrolle über sensible Unternehmensdaten. Gerade in einer zunehmend komplexen weltpolitischen Lage bietet diese Lösung ein hohes Maß an Sicherheit, Stabilität und strategischer Unabhängigkeit.

Der Vorteil für Unternehmen: geringe laufende Kosten, minimierte Risiken und gleichzeitig enorme Potenziale für digitale Produktberatung, Automatisierung und Prozessoptimierung.

„Wir sind überzeugt davon, dass wir mit diesen neuen Lösungen nicht nur technologisch Maßstäbe setzen, sondern unseren Kunden echten Mehrwert bieten“, erklärt Lukas Flockert.

Nicht nur die KI entwickelt sich rasant, auch PBMvisuals baut seine Innovationskraft konsequent weiter aus. Längst gehört die Agentur zu den größten Werbeagenturen in NRW. Bei allem Fortschritt bleibt eines jedoch unverändert: „Unsere Wurzeln liegen hier in Hamm und sie bleiben in Hamm!“ Die Ansiedlung im Innovationszentrum setzt dafür ein starkes Ausrufezeichen.


Buchtipps 01/2026

Frauen führen. Erfolgreiche Nachfolge in Familienunternehmen. Herausgegeben von Brigitte Waffenschmidt und Joachim Gutmann. Haufe 2025, 49,99 €

Jede Nachfolge ist anders, jede ist etwas Besonderes. Und doch kann man voneinander lernen. Da ist zum Beispiel Larissa Kuntz, die 2020 im tiefen Hunsrück die Elka Holzwerke übernommen hat, einen 120 Jahre alten Traditionsbetrieb. Bei Uta Westerholt-Geißler war es ein Schreibwarenhandel, bei Christina Riefler ein Maschinenbauunternehmen. Brigitte Waffenschmidt und Joachim Gutmann haben solche Geschichten gesammelt: Frauen, die Familienunternehmen übernehmen und dabei nicht nur einen Betrieb führen, sondern sich zugleich in einem System voller Erwartungen und unausgesprochener Rollenbilder behaupten müssen. Ergänzt werden die Porträts durch Beiträge zu rechtlichen, gesellschaftspolitischen und quantitativen Aspekten der Nachfolge. -upf

Onlinemagazin 01/2026 - Buchtipp Frauen führen von Brigitte Waffenschmidt

Perfekt. Glatt. Wirkungslos. Was KI mit unserer Sprache macht – und wie wir wieder wirksam kommunizieren. Von Daniel Caroppo. Haufe 2025, 29,99 €

Daniel Caroppo ist Pressesprecher, Hochschuldozent und ein leidenschaftlicher Verfechter einer guten, wahrhaften Sprache. Und damit meint er keine perfekten Hochglanzsätze, sondern solche, in denen man spürt, dass jemand dahintersteht. Mit dieser Haltung blickt er auf die Chancen und Risiken von KI in PR, Pressearbeit, Krisenkommunikation und in der Beratungsbranche. Er leugnet nicht, dass die Algorithmen manchmal schneller, präziser und sogar überzeugender sind als wir selbst. Umso leidenschaftlicher plädiert er für die menschliche Seite der Kommunikation: für Sätze, die auch einmal stolpern dürfen, Momente von Unsicherheit und stiller Nachdenklichkeit. Weil in solchen Momenten oft das passiert, was bleibt. „Die KI ist nicht schuld – wir waren vorher schon feige“ lautet eine seiner Thesen. Lesenswert nicht nur für PR-Profis, sondern alle, die durch Sprache Verantwortung übernehmen. -upf

Onlinemagazin 01/2026 - Buchtipp Perfekt. Glatt. Wirkungslos. von Daniel Caroppo.

Cojones! Steh für dich ein. Selbstbewusst auftreten, klar kommunizieren, wirksam handeln. Von Jessica Reyes Rodriguez. Gabal 2026, 25 €

Der Titel machte mich neugierig. Holla, die Waldfee, die traut sich was! „Cojones“ ist im Spanischen ein Ausruf der Anerkennung. Wörtlich übersetzt bedeutet es „Eier“, im übertragenen Sinne. Jessica Reyes Rodriguez findet, die gehören dazu, wenn man es zu etwas bringen will, für Männer wie für Frauen. Insbesondere für Frauen. Um im richtigen Moment – zum Beispiel in Honorarverhandlungen – die richtigen Worte zu finden und sie auch auszusprechen. Die Anekdoten aus ihrer früheren Arbeit in der Mode- und Filmbranche sind unterhaltsam, die Betonung des eigenen Charismas manchmal etwas redundant. Viele praktische Übungen zu Selbstwert, Haltung und Charisma laden zum Ausprobieren ein. Ein Buch, das auch wegen des humorvollen Tons Spaß macht und wertvolle Anregungen bietet. -upf

Onlinemagazin 01/2026 - Buchtipp Cojones von Jessica Reyes Rodriguez

Das kann KI. Die einfache Anleitung. Von Andreas Erle. Stiftung Warentest 2026, 19,90 €

Eine einfache Anleitung zur Nutzung von KI will Andreas Erle mit diesem Ratgeber der Stiftung Warentest liefern. Und tatsächlich bietet das Buch einen breiten Überblick über gängige Tools zur Erstellung von Bildern, Videos, Memes und Texten. Kapitel wie „Bewerbungsfotos" oder „Schönere Fotos unterwegs" zeigen die Richtung: Klicken Sie hier und klicken Sie dort, und schon haben Sie ein lustiges Foto. Wer einen niedrigschwelligen Einstieg sucht, wird fündig. Allerdings: Erschienen Anfang 2026, ist manches bereits überholt. Und Grundsatzfragen zu Risiken und Qualität werden eher gestreift als durchdrungen. Das wenig originelle, KI-generierte Einstein-Porträt auf dem Cover machte mich misstrauisch. Zurecht. -upf

Onlinemagazin 01/2026 - Buchtipp Das kann KI

Besser texten mit Kopf und KI. Von Dominik Ruisinger und Kai Heddergott. Schäffer-Poeschel 2025, 29,99 €

Schreiben verändert sich grundsätzlich und umfassend. Davon sind die beiden Autoren aus Journalismus, PR und Kommunikationsberatung überzeugt. Ihre These: Wer die KI geschickt einsetzt, wird dadurch ein besserer Autor und Denker. Wie das geht, beschreiben sie detailliert. Erst denken, dann prompten. Und als Fundament des „Neuen Schreibens" – den Begriff schreiben sie groß – ganz klassisch: Prinzipien guter Texte, Kennzeichen guter Sprache. Denn nur wer weiß, wie ein guter Text aussieht, kann die KI wirkungsvoll einsetzen und das Ergebnis beurteilen. Daraus entwickeln sie ein methodisches Framework, das sie auf Textgattungen und Kommunikationsstrategien anwenden. Ein kluges Buch, das zu einem Grundlagenwerk für Journalismus und Marketing werden könnte. -upf

Onlinemagazin 01/2026 - Buchtipp Besser Texten mit Kopf und KI

IMPULS.HAMM – Das Wirtschaftsmagazin

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