Nachhaltige Geschäftsmodelle aus Hamm
Veröffentlicht am: 2. Oktober 2025
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Drei Startups aus Hamm konnten beim diesjährigen Durchlauf des Gründerstipendienprogramms greenhouse.ruhr die Fachjury von sich überzeugen: Das Hammer Startup „PottPilz“ belegte hinter dem Team „Shower“ aus Dortmund (Preisgeld: 10.000 Euro / Technologie zur Wärme-Rückgewinnung von Duschwasser) einen hervorragenden zweiten Platz (Preisgeld: 8000 Euro). Den dritten Platz teilten sich mit jeweils gleicher Stimmenzahl ebenfalls zwei Unternehmen aus Hamm – nämlich „Beekuhl“ und „ReMed“ (Preisgeld: jeweils 6000 Euro). „Der Wettbewerb hat deutlich gezeigt, dass es in Hamm hervorragende Startups mit tollen Ideen gibt. Unter den vier Bestplatzierten sind drei Teams aus Hamm – das ist ein richtig starkes Ergebnis!“, freute sich Pascal Ledune von der IMPULS. Der Geschäftsführer der Hammer Wirtschaftsagentur gehörte der 17-köpfigen Jury an, die über die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und besten Gründerteams zu entscheiden hatte.
Startups mit Geschäftsmodellen in sozial-ökologischen Bereichen sind eher selten: Auch deshalb wird greenhouse.ruhr wird von der Wirtschaftsförderung Dortmund in Kooperation mit der Hammer Wirtschaftsagentur IMPULS, der Transferstelle der Fachhochschule Dortmund und dem CET der TU Dortmund durchgeführt. Der Wettbewerb unterstützt jährlich acht Teams mit sozial-ökologischen Geschäftsmodellen, um ihre Ideen auf den Weg zu bringen. Vier Monate lang erhalten die Teams im Rahmen des Stipendiumprogramms konkrete Starthilfe mit Workshops, Coachings sowie Unterstützung beim Netzwerken. Die Abschlussveranstaltung und Preisverleihung des diesjährigen Durchlaufs fanden am Dortmunder Hafen statt.
PottPilz: Das Unternehmen „PottPilz“ produziert pilzbasierte Materialien für Büro und Bau. Aus regionalen Agrarreststoffen und Pilzmyzel entstehen feste, kreislauffähige Produkte wie Akustikpaneele und in Zukunft auch Dämmstoffe. Die Produkte sind umweltfreundlich, kreislauffähig und erfüllen hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und Funktionalität. Das Team besteht aus Hendrik Wever, Lennard Bennemann und Hendrik Kirschner.
Beekuhl: Jens Harbers bietet mit seinem Unternehmen „Beekuhl“ Landwirten maßgeschneiderte, bienenfreundliche Saatgutmischungen an, die speziell auf die jeweiligen Flächen abgestimmt sind. Ziel ist eine gesteigerte Biodiversität auf Grünflächen und die erleichterte Beantragung von Fördermitteln für das Programm artenreiches Grünland. Die Mischungen sind frei von Streckmitteln und weisen eine hohe Aufwuchswahrscheinlichkeit auf.
ReMed: Salah Mokabel und Mohamad Kousa (beide Absolventen der Hochschule Hamm-Lippstadt) widmen sich mit ihrem Unternehmen „ReMed“ der Wiederaufbereitung gebrauchter medizinischer Geräte. Diese Geräte werden vor der Entsorgung gerettet, überprüft und bei Bedarf repariert. Im Anschluss werden sie zu vergünstigten Konditionen an soziale Organisationen und Gesundheitsinstitutionen in Entwicklungs- und Schwellenländern weiterverkauft, um die medizinische Versorgung zu verbessern.