DIGI-CO stärkt digitale Transformation
Veröffentlicht am: 9. Februar 2026
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Gute Nachrichten für kleine und mittlere Unternehmen im östlichen Ruhrgebiet: Das neue Verbundprojekt „#digital#connect#ruhr-ost: Wissens- und Technologietransfer für optimierte und intelligente Unternehmensschnittstellen in der lernenden Region östliches Ruhrgebiet“ (DIGI-CO) wird im Rahmen des Projektaufrufs „Regio.NRW – Transformation“ durch das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union gefördert. Ziel des Projekts ist es, den Wissens- und Technologietransfer zwischen Forschung und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region nachhaltig zu stärken. Für die Umsetzung stehen über eine Laufzeit von drei Jahren insgesamt 2,5 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
IMPULS-Geschäftsführer Pascal Ledune sieht in dem Projekt eine große Chance für den heimischen Wirtschaftsstandort: „Die Unternehmen in Hamm stehen vor tiefgreifenden Herausforderungen durch Digitalisierung, Fachkräftemangel und demografischen Wandel. DIGI-CO setzt genau hier an: Mit branchenoffenen, praxisnahen Angeboten und einem starken Wissenschaftsbezug unterstützen wir Betriebe dabei, digitale Technologien wie Künstliche Intelligenz oder intelligente Schnittstellenlösungen strategisch einzusetzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.“
Die Region östliches Ruhrgebiet ist geprägt durch den Strukturwandel und eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Viele Unternehmen haben einen vergleichsweise geringen Digitalisierungsgrad. Digitalisierung – insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz – gilt dabei als zentraler Treiber für technologisches und wirtschaftliches Wachstum. Um die regionalen Stärken gezielt für eine nachhaltige Transformation zu nutzen, haben sich mehrere Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengeschlossen: die Digital Hub Management GmbH und die TZ Net GmbH aus Dortmund, die Hammer Wirtschaftsagentur IMPULS, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG Unna) sowie die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL). Gemeinsam mit zahlreichen assoziierten Partnern verfolgen sie das Ziel, den Zugang zu Wissen, Forschung und neuen digitalen Technologien für Unternehmen deutlich zu erleichtern.
Professor Dr. Uwe Kleinkes, Studiengangsleiter „Technisches Management und Marketing“ an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), hebt den Transfergedanken hervor: „Als anwendungsorientierte Hochschule sehen wir unsere zentrale Aufgabe darin, wissenschaftliche Erkenntnisse in konkrete Lösungen für die Praxis zu überführen. DIGI-CO bietet dafür einen idealen Rahmen: Gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftspartnern bringen wir aktuelles Know-how zu digitalen Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und vernetzten Systemen direkt in die Unternehmen und stärken so den nachhaltigen Wissens- und Technologietransfer in der Region.“
Zentrales Ziel von DIGI-CO ist es, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen durch den Aufbau digitaler, optimierter und intelligenter Unternehmensschnittstellen nachhaltig zu stärken. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen profitieren von einem umfangreichen Maßnahmenpaket: Geplant sind unter anderem praxisnahe Webinare und Workshops, Transferzirkel mit wissenschaftlichen Partnern sowie ein digitaler Selbstcheck, mit dem Unternehmen ihren eigenen Digitalisierungsgrad analysieren und Entwicklungspotenziale identifizieren können.
Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf dem Transfer KI-gestützter Lösungen, etwa im Bereich des Wissensmanagements, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Ergänzend dazu setzen die Projektpartner auf persönliche Beratung, Vernetzung und die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen, damit Unternehmen passgenau bei ihren individuellen Herausforderungen unterstützt werden. Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union (EFRE), des Landes Nordrhein-Westfalen sowie aus Eigenanteilen der beteiligten Partnerinstitutionen finanziert.